Dokumente

Hintergründe

Ein Ziel der Energieunion ist es, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu verringern. Der Energiemix der EU braucht mehr erneuerbare Energien und Energieeffizienz über alle Bereiche hinweg.
Laut der Bürgerinformation der Energieunion importiert die EU jedes Jahr Energie im Wert von 400 Milliarden Euro, das entspricht 53 Prozent des weltweiten Energieimports. Damit ist die EU der weltgrößte Importeur von Energie. Der innere Energiemarkt der EU ist nach wie vor nicht voll funktionsfähig: einige Teile der EU bleiben in Energiefragen isoliert, und die erneuerbaren Energien sind noch nicht voll in das System von Erzeugung und Verteilung von Strom eingebunden.

Die Diversifizierung von Quellen und Lieferanten von Energie ist der Schlüssel dazu, die Sicherheit unserer Energie zu gewährleisten. Zu den Elementen, die die Diversifizierung und damit die Sicherheit im europäischen Energiesektor fördern, zählen die Erforschung neuer Energiequellen und Technologien ebenso wie die Weiterentwicklung vorhandener Ressourcen und eine verbesserte Infrastruktur, um die neuen Energiequellen zugänglich zu machen.
Horizont2020, ein Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der EU, ist mit fast 80 Milliarden Euro ein zentraler Baustein der Energieunion. Diese finanzielle Unterstützung dient als Katalysator und Anschubfinanzierung, um sichere, saubere und effiziente Energietechnologien der Zukunft entwickeln zu können.

Energiespeicher

Ein Energiespeicher für Strom ist im Projektzusammenhang definiert als Einheit, die elektrische Energie aufnehmen und in verschiedenen geeigneten Formen speichern kann. Die Freisetzung dieser Energie zu einem bestimmten Zeitpunkt kann in unterschiedlichen Formen geschehen, etwa als Strom, brennbares Gas oder Wärme.

Die Speicherung von Energie ist ein Kernelement des Energiesystems der Zukunft. Sie ermöglicht die notwendige Flexibilität, damit erneuerbare Energien mit Erdgas als Energieträger zusammenarbeiten können, ebenso wie dezentrale Erzeugung mit großen Kraftwerken. Auf diese Weise kann Energieerzeugung auch zu mehr Klimaschutz im Transport- und Industriesektor beitragen. Damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, müssen vermehrte Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung Hand in Hand gehen mit einer grundlegenden Veränderung der Funktionsweise der Energiemärkte und den Anreizen für Energiedienstleistungen.

Die Speicherung von Energie ist für ein europäisches Energiesystem unverzichtbar. Ein neuer europäischer Energiemarkt, bestehend aus einer zuverlässigen und nachhaltigen Erzeugung, flexiblen und intelligenten Netzen und bewusst handelnden Prosumern wird als Vision immer stärker. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg, diese Vision Realität werden zu lassen, ist die Integration von Energiespeicherung in das Gesamtsystem – auf eine Art und Weise, die das Optimum aus allen möglichen Anwendungsfällen zieht.

Dieses Energiesystem steht vor zwei Herausforderungen. Zum einen muss es kosteneffizient sein, Wirtschaftswachstum und Konkurrenzfähigkeit fördern sowie die Verfügbarkeit von Energie für alle garantieren. Die Speicherung von Energie ist ein wichtiger Teil dieses Aspektes, so dass Forschung und Entwicklung politischer Unterstützung bedürfen. Die zweite Herausforderung liegt darin, dass Politik und Regulierung ein Marktdesign entwickeln und realisieren müssen, das keine Marktbarrieren mehr enthält.

Demand Side Management

Alle Energienutzer, sowohl Haushalte als auch Gewerbe oder Industrie, können das Energiesystem flexibler gestalten, indem sie mit ihrem Energiebedarf freiwillig auf Preissignale oder spezielle Aufforderungen reagieren – und davon profitieren. Diese Reaktion kann sowohl manuell als auch automatisch erfolgen. Anders als bei Energieeffizienz, die einen geringeren Energiebedarf bei gleichem Nutzen erreichen will, geht es bei Nachfragesteuerung vor allem um eine zeitliche Verschiebung des Verbrauchs.

Damit die Stabilität des Stromnetzes gewährleistet ist, müssen Erzeugung und Verbrauch zu jeder Zeit ausgeglichen sein. Die Netzbetreiber tun dies, indem sie bei Spitzenbedarf an Strom Reserveleistung bei Kraftwerken abrufen. Das Demand-Side-Management hingegen, das Energieeffizienz und Nachfragemanagement verbindet, kommt von der anderen Seite: statt die Erzeugung bei Bedarf zu steigern gibt es Verbrauchern Anreize, ihren Bedarf zu senken. Das Vorhalten einer solchen Kapazität wird von den Netzbetreibern vergütet, weil es typischerweise günstiger und leichter abzurufen ist als herkömmliche Energieerzeugung.

Demand-Side-Management fasst unterschiedliche Verbraucher zu virtuellen Kraftwerken zusammen. Durch ihre Reaktion tragen die Verbraucher zur Stabililsierung des Netzes bei und werden für diese wichtige Leistung auch bezahlt. Energieversorger und Netzbetreiber nutzen die Kapazität der Nachfragesteuerung als flexibles Instrument, das bei Bedarf bereitsteht.

Die Entwicklung von Nachfragesteuerung in Europa beruht in rechtlicher Hinsicht auf der dritten Elektrizitäts-Richtlinie (2009/72/EC) und der Richtlinie zur Energieeffizienz (2012/27/EU). Sie schreiben vor, dass Nachfragesteuerung, je nach technischen Gegebenheiten, sowohl auf Ebene des Großhandels wie auch auf Ebene einzelner Anlagen möglich sein muss. Die nationale Umsetzung dieser Richtlinien ist der Schlüssel, um Nachfragesteuerung zu ermöglichen. Auch die EU-Kommission hat in ihrer Mitteilung zur Energie-Union von Februar 2015 darauf hingewiesen, dass Nachfragesteuerung ein Schlüsselelement für bessere Energiemärkte ist.

Hier finden Sie alle Dokumente, die für das Projekt RealValue relevant sind:

pdf PAKET ZUR ENERGIEUNION

– Rahmenstrategie für eine krisenfeste Energieunion mit einer zukunftsorientierten Klimaschutzstrategie VERORDNUNG (EU) Nr. 1291/2013

pdf EU Regulation No 1291/2013

– Establishing Horizon 2020 - the Framework Programme for Research and Innovation (2014-2020)

pdf EU Regulation No 1290/2013

– Laying down the rules for participation and dissemination in "Horizon 2020 - the Framework Programme for Research and Innovation (2014-2020)

pdf Energy Strategy 2020

– The strategy underlines the need to rebalance energy actions in favour of a demand-driven policy, empowering consumers and decoupling economic growth from energy use. In particular, the transport and construction industries must pursue an active energy sav.

pdf Energy Strategy 2030

– The 2030 Energy Strategy proposes targets for renewables, energy efficiency, and greenhouse gas reductions for the period between 2020 and 2030.

pdf Energy Strategy 2050

– EU strategy for the transition to a competitive, secure and sustainable energy system by 2050 and for reducing greenhouse gas emissions by at least 80%.

pdf DG Energy Consultations

– This section provides number of wide range of consultation to seek stakeholder's views on the energy issues.

pdf SET PLAN 2015

– The European Commission adopted the new Strategic Energy Technology (SET) Plan.

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